Fasten

Was bedeutet Faste? Was bringt Fasten? Wie wirkt der Nahrungsverzicht im Körper, wie auf die Seele?

Vor noch fast 15 Jahren war Fasten noch eher eine Tradition, bis es zu einer Modeerscheinung wurde. Es wird gedetoxt was das Zeug hält, es gibt Fasten-Yoga und in fast jeder Frauenzeitschrift steht ein Artikel zum Thema Fasten drin. Doch Fasten ist mehr als nur eine Modeerscheinung:

Fasten gehört zum Leben

  ...und ist so alt wie die Menschheit selbst. Früher haben wir nur ab und an ein Mammut gejagt und dazwischen gab es größere Essenspausen. Lebensmittel standen uns unregelmäßig zur Verfügung, nicht so wie heute. Deswegen hat unser Körper im Laufe der Evolution gelernt, in derartigen Situationen auf die Versorgung aus eigenen Reserven umzustellen. Unsere Gene sind heute immer noch an die Steinzeit gewöhnt und so kommt unser Körper mit größeren Abstände zwischen den Mahlzeiten besser klar, als wenn wir ihn aller ein paar Stunden füttern.

 

Seit es dann verschiedene Religionen gab, gehört das Fasten zur rituellen Reinigung von Körper, Geist und Seele. Aber nicht nur das, es war auch früher schon üblich, bestimmte Krankheiten mit einer Fastenkur zu heilen. So sagte schon der berühmteste Arzt Hippokrates von Kos (460 – 370 v. Chr.)

auf den heute noch alle Ärzte ihren Eid schwören:

Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente. (Hippokrates, 460 bis 370 v.Chr.)

 Fasten ist mittlerweile mehr als nur eine Modeerscheinung, denn durch die Grundlagenforschung und der Medizin weiß man heute, dass Fasten tatsächlich gesund ist und sogar bei schwere Krankheiten helfen kann.

 

Aber nicht nur das - In der Überfluss-Gesellschaft mit Luxus und Völlerei wird als Gegenbewegung mit freiwilligem Verzicht geantwortet. 80 % aller Krankheiten sind ernährungsbedingt. Mit diesen Krankheiten verdienen ganze Wirtschaftszweige Milliarden. Deshalb ist eine Gesundung der Menschen eigentlich gar nicht gewünscht. Natürlich kann man mit diesem Wissen, dass Essen krank macht, nun nicht einfach nichts mehr essen. Aber eine freiwillige Auszeit vom Essen hat noch fast keinem geschadet.

Was ist Fasten und was nicht?

Hungert man beim Fasten? Nein, Fasten ist kein hungern. Wer hungert, fastet nicht. Fasten bedeutet, für eine bestimmte Zeit freiwillig auf feste Nahrung zu verzichten. Der menschliche Körper verfügt dabei über zwei wunderbar funktionierende Stoffwechselprogramme. Zum einen die Energiegewinnung aus Nahrung und zum anderen aus den körpereigenen Depots. Bei dem richtigen Fasten greift der Körper nach einer kurzen Umstellungsphase auf seine eigenen Depots zurück.

 

Wusstest du eigentlich, dass wir täglich fasten? Und zwar während der Nachtruhe. In dieser Zeit regeneriert sich unser Körper und holt sich dafür die notwendige Energie aus den eigenen Reserven. Daher nennt man das Frühstück im englischen auch "breakfast", was Fastenbrechen bedeutet. Auch wenn man krank ist, fastet man unbewusst. Der Körper braucht die Energie, die er normalerweise für die Verdauungsarbeit benötigt, jetzt für den aktiven Heilungsprozess.

 

Das heutige Fasten ist ein aktiver und bewusster Prozess. Dies ist nur möglich, weil uns jederzeit genügend Nahrung zur Verfügung steht. Nicht nur der bewusste Verzicht auf feste Nahrung, sondern auch mal der bewusste Verzicht auf Handy, Computer, Luxus u.s.w., denn wir führen in der Regel ein Leben im Überfluss, da sollte es besonders wichtig sein, mal innezuhalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

 

Fasten ist keine Diät und es geht auch nicht um eine Gewichtsabnahme! Bei einer Diät wird immer noch soviel feste Nahrung zugefügt, dass die Verdauungsorgane normal arbeiten müssen und deshalb kommt es auch nicht zum Fastenstoffwechsel. Die vielen nachteiligen Nebeneffekte wie bei einer Diät, z.B. der Jo-Jo-Effekt kommt bei einer Fastenkur nicht zum Tragen.

Fasten für gesunde Menschen

 Fasten als Prävention bei gesunden Menschen hat viele positive Effekte. Der Kreislauf und das Herz werden entlastet und die Verdauungsorgane kommen zur Ruhe und können sich erholen. Das ist wichtig für unser Immunsystem, denn 70 % aller Immunzellen befinden sich im Dünn- und Dickdarm und knapp

80 % aller Abwehrreaktionen laufen hier ab. Das macht den Darm zu einem enorm wichtigen Teil. Ist der Darm gesund, sind wir besser gegen viele verschiedene Krankheiten geschützt. Durch die Auszeit, findet eine Art Reinigung statt, wo Ablagerungen, Fette und altes Eiweiß abgebaut und über die Niere, Haut, der Atems- und Verdauungsorgane ausgeschieden wird. Diese gründliche Reinigung setzt sich aber auch auf Geist und Seele fort. Oft entsteht ein Zustand von Klarheit und ein Gefühl von Aufgewacht-sein.

Diese Reinheit der Gedanken erlebt man als innere Ruhe.

Warum ist das so? Vieles was wir essen (z.B. Zucker oder Kaffee) oder tun sind Abhängigkeiten. Bei einem Verzicht bekommen wir wieder mehr Freiheiten, was wie ein neues Lebensgefühl ist. Fasten ist wie ein kleines Geheimnis und eine Art aufhorchen des Körpers.

 

Fasten kann unglaubliche Kräfte freisetzen und ist oft ein Anstoß nach der Auszeit im Alltag, einiges positiv zu verändern, z.B. auch eine sinnvolle Ernährungsumstellung.

Fasten als Prävention

Durch zwei Tage Fasten oder grüne Smoothies können wir leider nicht entgiften. Wenn man sich jahrelang fehlernährt, dann ist der Körper im Stoffwechsel überfordert und braucht eine Pause um die Entgiftung anzukurbeln, zudem tut die Pause dem Körper sehr gut. Wie lange sollte so eine Pause dauern? Ich empfehle 5 Tage, denn ab dem 2-3 Tag beginnt der Fasten- oder Energiestoffwechsel II.

Gewinn für den Körper durch das Fasten

• Entlastung von Herz, Kreislauf und des gesamten Verdauungsapparates

• Entschlackung (Autophagie), Reinigung, Entgiftung, Entsäuerung des Körpers

• Abbau von Stress

• stärkt das Immunsystem

• gesunde und schöne Haut, straffes Bindegewebe

• leichterer Start in eine ausgewogene und gesündere Ernährung

• Anregung für Veränderungen, neue Projekte und Lebensziele


Wer darf nicht fasten?

Wichtig! Es gibt eine Reihe von Menschen, die nicht fasten sollten. In einigen Fällen kann eine stationäre Fastenkur möglich sein. Doch ein Fasten zu Hause oder mit einem Fastenbegleiter ist für folgende Personen nicht geeignet:
• Kinder, Jugendliche, ältere Menschen, die noch nie gefastet haben
• Schwangere Frauen und stillende Mütter
• Personen, die unter Bulimie oder Esssucht leiden


Habe ich jetzt Deine Neugier geweckt und Du willst jetzt die positiven Veränderungen selber erleben?

Sehr gut! Dann nehme ich Dich an die Hand und begleite Dich.